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Beraten. Begleiten. Bestärken.

Was ist die FGM/C-Koordinationsstelle

Die österreichweite FGM/C-Koordinationsstelle bietet Beratung, Informationen und Unterstützung bei allen Fragen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C).

Die FGM/C-Koordinationsstelle ist ein Zusammenschluss des Frauengesundheitszentrums FEM Süd, dem Österreichischen Roten Kreuz, den Frauengesundheitszentren Linz und Salzburg und dem MEN Männergesundheitsszentrums. Ziel der FGM/C-Koordinationsstelle ist es, eine Anlaufstelle für Hilfesuchende, Expert:innen, Fachkräfte und Communities zu sein und alle Akteur:innen miteinander zu vernetzen.

Wofür steht FGM/C?

FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting) steht für die weibliche Beschneidung. Darunter versteht man die teilweise oder totale Entfernung oder sonstige Verletzung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht medizinischen Gründen.“ (WHO, 2008).

FGM/C hat viele verschiedene Namen – Sunna, Bondo, Exzision, Cut, ختان ألإناث , Gudniinka Gabdhaha. Wir benutzen vorrangig den Begriff FGM/C, da er international und universal verständlich ist. Aus Gründen der Sensibilität wird in der Folge der Begriff Beschneidung verwendet.

Was bedeutet Beschneidung von Mädchen?

Bei der weiblichen Beschneidung (FGM/C) werden die äußeren Geschlechtsorgane eines Mädchens zum Teil oder ganz weggeschnitten.

Was sind die Folgen von Beschneidung für die Gesundheit?

Unter den Folgen von Beschneidung leiden Frauen ein Leben lang. Je nach Art des Eingriffs können sie sehr unterschiedlich sein. Von psychischen Problemen bis zu lebensbedrohlichen Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt.

  • Chronischen Entzündungen und Schmerzen im Unterleib
  • Schmerzen beim Wasserlassen und Harnwegsinfektionen
  • Schmerzen bei der Menstruation
  • Schmerzen bei Intimität
  • Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt
  • Depressionen, Panikattacken und Traumatisierung

Wie ist die rechtliche Lage in Österreich?

Eine Beschneidung der weiblichen Genitalien ist eine Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen. Die Strafe dafür kann bis zu 10 Jahre Gefängnis sein.

Bestraft werden kann die Person, die die Beschneidung durchführt, auch wenn sie keine österreichische Staatsbürgerschaft hat. Auch Eltern können bestraft werden, wenn sie ihre Tochter zur Beschneidung in ein anderes Land schicken. Die Eltern müssen auch versuchen zu verhindern, wenn jemand anderes ihre Tochter beschneiden will. 


Anlaufstellen in den Bundesländern

Beratungsstelle Wien

Frauengesundheitszentrum FEM Süd
Wiener Gesundheitsverbund – Klinik Favoriten
Umyma El Jelede, Bakk.a in Medizin
Kundratstraße 3
1100 Wien

Beratungsstelle Steiermark

Österreichisches Rotes Kreuz
Landesverband Steiermark
Merangasse 26 (Eingang Leonhardstraße 23)
8010 Graz

Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, 3 ghanaische Sprachen

Beratungsstelle Tirol

Österreichisches Rotes Kreuz
Landesverband Tirol
Heiliggeiststraße 19
6020 Innsbruck

Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Somali

Beratungsstelle Salzburg

FrauenGesundheitsZentrum Salzburg
Mag.a Aline Halhuber-Ahlmann
Alpenstrasse 48/1
5020 Salzburg

Sprachen: Deutsch, Englisch

Beratungsstelle Oberösterreich

Linzer Frauengesundheitszentrum
Mag.a Friederike Widholm
Kaplanhofstraße 1
4020 Linz

Sprachen: Deutsch, Englisch

Beratungsstelle Wien

MEN Männergesundheitszentrum
Wiener Gesundheitsverbund – Klinik Favoriten
Kundratstraße 3
1100 Wien

Sprachen: Deutsch, Englisch